Über PIE
PIE — Product Information Exchange — ist eine Produktdaten-Plattform für die Lebensmittel- und Agrarwirtschaft, gebaut für alle, die es leid sind, dasselbe Produkt fünfmal unterschiedlich zu beschreiben.
Unsere Mission
Wir sind angetreten, Produktinformationen zu befreien.
Daten über Lebensmittel — was drin ist, woher es kommt, ob es verkauft werden darf — dürfen nicht in der Tabelle eines Unternehmens, im Lieferantenportal eines Händlers oder im Lizenzvertrag eines Anbieters gefangen sein. PIE macht strukturierte, regelkonforme Produktinformationen bezahlbar genug für eine Genossenschaft mit sechs Beschäftigten, zugänglich für jeden Handelspartner, den ihr Eigentümer auswählt — und für sonst niemanden —, sowie maschinenlesbar und maschinenbeschreibbar über eine offene, dokumentierte API statt über eine proprietäre Importmaske. Die Daten gehören dem Hersteller. Wir bewegen sie nur.
Unsere Vision
Eine europäische Lebensmittelkette, in der ein Produkt einmal beschrieben wird — von denen, die es herstellen.
Jeder Einkäufer, jeder Marktplatz, jedes Warenwirtschaftssystem und jede Behörde soll diese Beschreibung direkt lesen können, in der eigenen Sprache und im eigenen Format, ohne dass sie jemand abtippt. Wir wollen die Kosten für die Veröffentlichung korrekter Produktdaten so weit senken, dass Compliance kein Projekt mehr ist, sondern ein Nebenprodukt ordentlicher Datenpflege — und dass ein kleiner Hersteller denselben Datenstandard erfüllen kann wie ein Konzern, am selben Tag, zu einem Preis, über den er nicht nachdenken muss.
Wie wir dorthin kommen
Bezahlbar von Grund auf
Strukturierte Produktdaten dürfen nicht mehr kosten als die Marge der Produkte, die sie beschreiben. Die Veröffentlichung in einen Branchendatenpool wird üblicherweise nach Artikelzahl lizenziert und kostet für einen überschaubaren Katalog schnell mehrere Hundert bis Tausend Euro im Jahr. Für genau die Hersteller, deren Daten am schwersten zu bekommen sind, ist das eine echte Hürde. Deshalb gibt es einen kostenlosen Tarif, der wirklich nutzbar ist, und einen Einstiegstarif zu einem Preis, über den ein kleiner Hersteller ohne Business Case entscheiden kann.
Maschinenbeschreibbar, nicht nur maschinenlesbar
Ein PDF kann jeder veröffentlichen. Schwieriger und nützlicher ist eine Schnittstelle, in die ein Partner schreiben kann — dafür gibt es das Lieferanten-Onboarding, die Dokumentenerfassung und die REST-API. Daten, die man nur lesen kann, muss trotzdem jemand eintippen — meistens die Person, die am wenigsten dafür ausgestattet ist.
Offene Standards statt Lock-in
GS1-Identifikatoren, das GS1 Global Data Model und der digitale EU-Produktpass sind öffentliche Standards. Wir setzen sie um, damit Ihre Daten von Haus aus portabel sind — und wir verlangen kein Geld dafür, dass Sie gehen. Der Export Ihres Katalogs, Ihrer Assets und Ihrer Historie ist in jedem Tarif enthalten, auch im kostenlosen, und kostet nichts.
Einmal pflegen, überall anbieten
Ein in PIE beschriebenes Produkt wird zum konkreten Angebot, wo immer Sie verkaufen: als Shopify-Listing, Marktplatz-Feed, Flatfile für das ERP eines Einkäufers, Seite im Printkatalog, öffentliches Markenportal oder digitaler Produktpass hinter einem QR-Code. Ein Datensatz, viele Ziele — und ändert sich der Datensatz, ändern sich alle Ziele mit. Die Alternative ist der Status quo: dasselbe Produkt fünfmal unterschiedlich in fünf Systemen, und niemand weiß genau, welche Fassung stimmt.
Ihre Daten bleiben Ihre
Gehostet in der EU. Von allen anderen Organisationen auf Speicherebene getrennt, nicht durch Anwendungscode, den man umgehen könnte. Standardmäßig privat, geteilt nur dort, wo Sie es freigeben, und jederzeit exportierbar — das ist unsere Haltung und zunehmend auch europäisches Recht.
Keine Sicherheitsabgabe
Single Sign-on, Mehrfaktor-Authentifizierung und das Audit-Log sind in jedem bezahlten Tarif enthalten. Für die Funktionen extra zu kassieren, die eine Kontoübernahme verhindern, ist eine Praxis, an der wir uns lieber nicht beteiligen.
Das Problem, das wir lösen
Lebensmittelhersteller und Einkäufer stecken enormen Aufwand in den Austausch von Produktinformationen über Tabellen, PDFs und Ad-hoc-E-Mails. Die Daten sind uneinheitlich, schwer aktuell zu halten und ohne Eigenentwicklung, die jemand dauerhaft pflegen muss, nicht in moderne ERP- und Beschaffungssysteme zu integrieren.
PIE ersetzt das durch eine strukturierte, API-first aufgebaute Plattform: Hersteller bekommen einen Ort für ihre Produktdaten, Einkäufer einen verlässlichen, aktuellen Feed, auf dem sie aufbauen können.
Lebensmittel sind ein besonders harter Fall — deshalb haben wir hier angefangen. Die Daten sind reguliert, Fehler haben also mehr als peinliche Folgen. Sie sind mehrsprachig, weil dasselbe Produkt über Grenzen verkauft wird. Sie ändern sich, weil Rezepturen und Lieferanten sich ändern. Und sie werden gleichzeitig von Handel, Großhandel, Marktplätzen, Behörden und Verbrauchern gebraucht — in vier verschiedenen Formen. Ein generisches Katalogwerkzeug leistet davon nichts; es speichert nur, was Sie eintippen.
Das Team
PIE wird von einem kleinen Team im DACH-Raum entwickelt und betrieben. Wir zeigen Ihnen lieber funktionierende Software als eine Seite mit Fotos — wenn Sie wissen möchten, mit wem Sie es zu tun hätten, melden Sie sich.