GS1 & GDSN erklärt
Was GTIN/GLN, das Global Data Model und das GDSN-Datenpool-Netzwerk sind und wie PIE sich darin einfügt.
GS1 ist die globale Standardisierungsorganisation hinter den Barcodes und Kennungen, auf denen Handelslieferketten laufen. Wenn Sie Lebensmittel an den Handel verkaufen, müssen Ihre Daten GS1 sprechen. Diese Seite erklärt die Bausteine und wie PIE sie umsetzt; die GS1- & GDSN-Anleitung behandelt die täglichen Aufgaben.
Kennungen
- GTIN (Global Trade Item Number) identifiziert eine Handelseinheit — das, was ein Barcode kodiert.
- GLN (Global Location Number) identifiziert eine Partei oder einen Standort — wer Sie sind, von wo Sie versenden.
- SSCC (Serial Shipping Container Code) identifiziert eine Logistikeinheit.
Jede hat eine Prüfziffer. PIE validiert alle drei, warnt früh und blockiert bei der Veröffentlichung bei einer falschen GTIN.
Das Global Data Model (GDM)
Handelspartner wollen nicht nur eine Kennung — sie wollen einen standardisierten Satz von Attributen: Nettofüllmenge, Zutatenangabe, Allergengruppen, Nährwerte und so weiter. Das GS1 Global Data Model definiert diesen Satz. PIE projiziert Ihr Produkt und seine verknüpften Referenzentitäten in einen GDM-Datensatz, sodass Ihre internen Attributnamen nicht mit denen von GS1 übereinstimmen müssen — Sie ordnen einmal zu, und entitätsbasierte Daten werden automatisch projiziert.
GDSN: das Datenpool-Netzwerk
Das Global Data Synchronisation Network (GDSN) ist die Art, wie Handelspartner tatsächlich Artikeldaten austauschen: Jeder verbindet sich mit einem Datenpool, und Pools synchronisieren sich über eine gemeinsame Registry. Die Choreografie nutzt GS1-XML-Nachrichten — eine CIN (Catalogue Item Notification) zum Veröffentlichen einer Einheit und einen CIC-Lebenszyklus (Catalogue Item Confirmation), während der Empfänger sie prüft. Der Transport erfolgt oft über AS2.
PIE implementiert einen GDSN-Connector: Das Veröffentlichen eines GS1-bereiten Produkts sendet eine CIN an Ihren Pool und verfolgt den CIC-Lebenszyklus; eingehende Einheiten werden zu Schattenprodukten mit einer automatischen Freigabe an den empfangenden Abnehmer. Optionale GLN/GTIN-Eigentumsprüfungen blockieren eine Veröffentlichung nur bei einem bestätigten organisationsübergreifenden Konflikt, schützen so vor Kennungs-Squatting und geben nach, wenn die Registry schweigt.
Warum das für PIE wichtig ist
Die GS1-Bereitschaft ist eine Veröffentlichungssperre für Produzenten, die über GDSN austauschen: Ein Produkt, das keinen vollständigen GDM-Datensatz projizieren kann, kann nicht synchronisiert werden, also bewertet PIE die Bereitschaft und blockiert unvollständige Daten, bevor sie einen Partner erreichen.
Verwandt
- DPP / ESPR — Pässe bauen auf denselben Kennungen auf.
- GS1- & GDSN-Anleitung