Schnellstart für Produzenten
Kostenloses Konto anlegen, freischalten lassen, erstes Produkt veröffentlichen und einem Abnehmer Zugriff geben.
Diese Anleitung führt einen Produzenten — eine Genossenschaft, einen Hof oder einen Verarbeiter — von null bis zu einem veröffentlichten Produkt, das ein Abnehmer sehen kann. Planen Sie etwa 30 Minuten ein; die meiste Zeit warten Sie auf zwei E-Mails.
Sie brauchen keine Einladung, keine Kreditkarte und kein Verkaufsgespräch. Sie starten im kostenlosen Tarif und wechseln erst dann, wenn Ihr Sortiment darüber hinauswächst.
Das Ergebnis
- Eine Organisation auf PIE, mit Ihnen als Administrator
- Eingeladene Kolleginnen und Kollegen, die mitarbeiten
- Ein Produkt, vollständig genug für die GS1-Prüfungen, veröffentlicht
- Ein Abnehmer, der genau dieses Produkt sieht — und sonst nichts
1. Konto anlegen
Öffnen Sie die PIE-Startseite und wählen Sie Kostenlos starten. Tragen Sie ein:
| Feld | Was hineingehört |
|---|---|
| Organisationsname | Ihr Unternehmen, wie Ihre Kunden es kennen |
| Web-Adresse | Ein kurzer Name für Ihre Organisation, nur Buchstaben und Bindestriche. Er wird Teil Ihrer Links |
| Land | Wo Ihr Unternehmen sitzt. Das bestimmt Ihre Standardsprache |
| Name und E-Mail | Eine dienstliche Adresse, auf die Sie jetzt zugreifen können |
Wählen Sie Produzent als Kontotyp. Produzenten erstellen und veröffentlichen Produktdaten; Abnehmer nutzen sie.
2. E-Mail-Adresse bestätigen
Sie erhalten innerhalb weniger Minuten eine E-Mail. Klicken Sie den Link darin an.
Vor diesem Klick entsteht nichts — das Formular allein legt noch keine Organisation an. Kommt nach fünf Minuten nichts an, prüfen Sie den Spam-Ordner und versuchen Sie es mit derselben Adresse erneut.
Erscheint „Diese Adresse wird bereits verwendet", existiert bereits ein Konto. Bitten Sie die Person, die es eingerichtet hat, Sie einzuladen — siehe Schritt 5.
3. Passwort festlegen
Der Bestätigungslink führt zu einer Seite mit Ihrem Organisationsnamen und der Rolle, die Sie erhalten (Administrator, für die Person, die sich registriert). Prüfen Sie den Namen, wählen Sie ein Passwort und fahren Sie fort.
Sie landen direkt in der Produzenten-App, bereits angemeldet.
4. Auf die Freischaltung warten — und was währenddessen geht
Neue Organisationen werden von einem Menschen geprüft, bevor sie veröffentlichen dürfen. Ein Hinweisbanner zeigt an, dass Ihre Organisation in Prüfung ist.
Währenddessen können Sie sich umsehen, aber nichts anlegen oder ändern. Das ist beabsichtigt und dauert in der Regel nicht lange. Über die Freischaltung informiert Sie eine zweite E-Mail.
Es geht nichts verloren. Konto, Organisation und Einstellungen bleiben bestehen. Lesen funktioniert durchgehend.
5. Team einladen
Nach der Freischaltung öffnen Sie Administration → Team und wählen Mitglied einladen.
Tragen Sie Name, dienstliche E-Mail und eine Rolle ein:
| Rolle | Darf |
|---|---|
| Administrator | Alles, einschließlich Einladungen, Abrechnung, API-Schlüssel und Freigaben |
| Bearbeiter | Produkte und Medien anlegen, bearbeiten und veröffentlichen — aber keine Personen oder Abrechnung verwalten |
| Betrachter | Nur lesen |
Die eingeladene Person erhält eine E-Mail mit einem eigenen Link, wählt ihr eigenes Passwort und erscheint in Ihrer Teamliste. Sie geben nie Ihr Passwort weiter.
Das vollständige Bild finden Sie unter Rollen & Berechtigungen.
6. Einstellungen prüfen
Öffnen Sie Administration → Einstellungen und prüfen Sie zwei Dinge:
- Organisationsname — erscheint auf allem, was Sie veröffentlichen
- Sprachen — in welche Märkte Sie verkaufen. Ein Produkt für Deutschland braucht Deutsch; eines für die Schweiz braucht Deutsch, Französisch und Italienisch. Davon hängen Compliance-Prüfungen ab und das, was Abnehmer sehen
7. Erstes Produkt anlegen
Zwei Wege:
Ein Dokument auslesen lassen. Öffnen Sie Import → Neu und laden Sie ein Datenblatt hoch (PDF oder Excel) oder fügen Sie einen Link ein. PIE liest es aus und schlägt ein Produkt vor. Dann hält das System an und zeigt Ihnen, was es gefunden hat — jedes Feld änderbar. Nichts wird angelegt, bevor Sie zustimmen. Dieser Prüfschritt lässt sich bewusst nicht überspringen: Ausgelesene Daten sind ein Vorschlag, keine Tatsache.
Oder selbst eintragen. Füllen Sie Name, Artikelnummer, GTIN und die Kategoriefelder aus. Fügen Sie ein Foto hinzu — es wird direkt in den Speicher geladen und nicht durch die Anwendung, damit große Bilder nicht in eine Zeitüberschreitung laufen. Kurz darauf erscheint ein Vorschaubild.
Verknüpfen Sie in beiden Fällen einige Referenzobjekte — ein Allergen, einen Nährwert, ein Zertifikat. GS1, Compliance und Produktpässe greifen darauf zurück; ein paar Minuten hier sparen später Arbeit.
8. GS1-Bereitschaft erreichen
Legen Sie das Produkt in der integrierten Kategorie Food an und füllen Sie die neun Pflichtfelder: Marke, Füllmenge, Zutaten, Allergene, Energie, Fett, Kohlenhydrate, Eiweiß und Ursprungsland. Ergänzen Sie eine gültige GTIN und einen GPC-Brick.
Eine neue Produzenten-Organisation bringt die GS1-Zuordnungen bereits mit, sodass Sie den Status „Bereit" erreichen, ohne ein einziges Feld von Hand zuzuordnen.
Legen Sie Ihre Zielmärkte fest (etwa Deutschland und Schweiz); die erforderlichen Sprachen ergeben sich automatisch. Siehe GS1 & GDSN.
9. Veröffentlichen
Nutzt Ihre Organisation den mitgelieferten Freigabe-Workflow, reicht ein Bearbeiter ein und ein Administrator gibt frei. Bis dahin ist die Veröffentlichung blockiert.
Auch Qualitäts- und Compliance-Prüfungen blockieren die Veröffentlichung, wenn sie fehlschlagen — und zwar fail-closed: Eine Pflichtregel, die in irgendeiner Ihrer Sprachen fehlschlägt, hält die Veröffentlichung auf, bis Sie sie beheben. Genau darum geht es: Ein fehlendes Allergen fällt besser hier auf als im System eines Abnehmers.
Sind die Prüfungen bestanden, veröffentlichen Sie. Anschließend können Sie einen digitalen Produktpass mit eigener öffentlicher Seite und QR-Code veröffentlichen.
Siehe Workflow, Qualität & Compliance, DPP.
10. Einem Abnehmer Zugriff geben
Produkte sind privat, bis Sie etwas anderes bestimmen. Öffnen Sie Freigaben und geben Sie einem bestimmten Abnehmer Zugriff auf bestimmte Produkte, optional mit Enddatum.
Abnehmer sehen ausschließlich, was Sie freigeben. Das wird in der Datenbank durchgesetzt, nicht durch Ausblenden in der Oberfläche — es gibt keine URL zum Raten und keinen API-Aufruf, der mehr zurückgibt.
Die andere Seite beschreibt der Schnellstart für Abnehmer.
Wenn der kostenlose Tarif nicht mehr reicht
Der kostenlose Tarif ist ein echter Tarif, keine Testphase. Er läuft nicht ab und verlangt keine Karte.
Wenn Sie an seine Grenzen kommen — Produkte, Teammitglieder oder Speicher — erscheint ein Hinweis in der Anwendung, bevor etwas blockiert wird, mit einem Link zu Ihrem Tarif.
Zum Wechseln öffnen Sie Administration → Einstellungen → Abrechnung, wählen einen Tarif und zahlen per Karte oder SEPA-Lastschrift. Zwei Dinge sollten Sie wissen:
- Preise verstehen sich ohne Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuer wird beim Bezahlvorgang hinzugerechnet, soweit sie anfällt. Als Unternehmen aus einem anderen EU-Mitgliedstaat mit gültiger USt-IdNr. zahlen Sie keine Umsatzsteuer; die Rechnung weist das aus.
- Jährliche Zahlung kostet zehn Monate. Zwei Monate geschenkt.
Kündigen Sie später, kehrt Ihre Organisation in den kostenlosen Tarif zurück. Es wird nichts gelöscht — veröffentlichte Produkte, Pässe und Portale funktionieren weiter. Sie können lediglich nichts Neues über die Free-Grenzen hinaus anlegen, bis Sie erneut buchen.
Siehe Tarife, Berechtigungen & Abrechnung und die aktuellen Limits.
Nächste Schritte
- Eigene Systeme anbinden — Authentifizierung und die API-Referenz
- Benachrichtigungen und Organisationsverwaltung
- Wie die Plattform funktioniert: Architektur und Mandantenfähigkeit